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Die Europäischen
Sumpfschildkröten (Emys orbicularis) waren bis zur Mitte des 18.
Jahrhunderts in Deutschland weit verbreitet. Durch zunehmende Besiedelung">
| Europäische
Sumpfschildkröte (Emys
orbicularis) |
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Die Europäischen
Sumpfschildkröten (Emys orbicularis) waren bis zur Mitte des 18.
Jahrhunderts in Deutschland weit verbreitet. Durch zunehmende Besiedelung, der
Trockenlegung von Feuchtgebieten und die Torfgewinnung nahmen ihre natürlichen Habitate
jedoch leider ständig ab. Sehr zahlreich
kamen sie jedoch noch in der Brandenburger Seenplatte vor - zumindest bis zum Anfang des
18.Jahrhunderts, als findige Kaufleute in sehr zweifelhafter Bibelauslegung auf die Idee
kamen, die vorwiegend katholischen Gebiete Süd- und Westdeutschlands während der
Fastenzeit mit Schildkröten zu beliefern. Der Verzehr von diesem Schildkrötenfleisch war
im alten Testament nicht ausdrücklich verboten, so wurden die Tiere Wagenladungsweise
auf
die Reise geschickt. So lange, bis kaum noch eine Schildkröte in Brandenburg gefunden
wurde.
Die vereinzelt heute noch dort lebenden Tiere entstammen
dieser Restpopulation. Im übrigen Europa trifft man noch hie und da auf Emys
orbicularis - vor allem in Rest-Jugoslawien, Rumänien, Bulgarien, Spanien und
der Türkei. Diese Tiere stehen weltweit unter strengstem Naturschutz und stehen auf
Anhang II des Washingtoner Artenschutzabkommens.
Der Handel ist in Deutschland nur mit der "Ausnahmegenehmigung
vom Vermarktungsverbot" möglich, dass
das jeweilig zuständige
Regierungspräsidium ausstellt. |
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Meine
Sumpfschildkröten |
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Das ist Zvonimir. Er ist ein stattliches
Männchen mit 18 cm Panzerlänge. Am liebsten sitzt er im Gartenteich auf seinem großen
Stein und wartet, bis die Sonne kommt. Zvonimir kommt, wie der Name
unschwer erkennen lässt, aus Rest-Jugoslawien und ist der Partner von... |
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Emmi. Sie habe
ich schon seit 1995. Etwas größer als ein Fünfmarkstück habe ich sie im Zoohandel
erworben. Seitdem ist sie ein gutes Stück gewachsen und mittlerweile auf 15 cm
angefüttert. Und in ein paar Jahren könnte sie die feste Freundin von Zvonimir werden...
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...da mir das
aber zu lange dauert, und ich bald "Vaterfreuden" entgegen gehen
möchte, habe ich Milka, ein 8-jähriges Weibchen erworben. Kaum im Teich,
schon interessierte sich Zvoni sehr für sie (Insider wissen, was ich meine - er ging 30
Minuten nicht mehr von ihr runter...). |
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Hier einige
Bilder von meinem in 1998 angelegten Schildkrötenteich (Zvonimir
wartet - wie immer - auf Sonne), in dem Zvonimir, Milka und Emmi in 120cm Tiefe den
Winterschlaf verbringen werden. Er hat eine Wasseroberfläche von ca. 20 qm mit den
Wassertiefen 30 / 60 / 120 cm. In 1999 blühen auch erstmalig die Seerosen, obwohl die
Blätter durch die Tiere oftmals sehr zerzaust werden. |
 
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Das sind Godzilla, Guildo
und Marie-Luise. In 2001 werden sie sich zu Zvonimir, Milka
und
Emmi gesellen, so lange halte ich sie im Wohnzimmer-Sumpfschildkröten-Becken. Foto links
(2 Monate alt, rechts 14 Monate).
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Mein neuester Zugang
ist Nina. Sie ist gleichzeitig auch die lebhafteste aller meiner Tiere.
Ein ruhiges Foto in ihrem Ein-Zimmer-Aquarium zu schießen gestaltete sich
als unmöglich. Nina wurde im April 2000 geboren und wiegt stolze 13,5g
(Juli 2000). |
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Fotoalbum
Gewichtstabelle
E. orbicularis |
Haltung der Europäischen
Sumpfschildkröte (E. orbicularis)
In der nachfolgend aufgeführten Tabelle habe ich
aufgeführt, wie ich meine E. orbicularis halte. Zusätzliche, von mir nicht erprobte
Fakten aus der Fachliteratur sind kursiv dargestellt.
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Adult |
Jungtier (bis 7cm Carapax) |
| Haltung |
Schildkrötenteich mit einer
Grundfläche von 18qm sobald die Wassertemperatur 15°C dauerhaft überschritten hat (ca.
ab April/Mai) |
Aquarium (40*40*20cm B*T*H) wöchentlicher Komplettwasserwechsel |
| Beleuchtung |
natürliche Sonneneinstrahlung
auf Sonnenplatz im Teich |
40W
Reptile-Bask-Spotting-Lamp auf
Sonnenplatz im Aquarium |
| Filterung |
Bachlauf mit
Außen-Topf-Filterung und Umwälzpumpe (3.000l/h) |
Eheim Innenfilter (40l/h) |
| Temperatur |
18° - 25° |
25° (Tag), 20° (Nacht) |
| Fütterung |
dreimal pro Woche |
täglich |
| Futter |
Tetra-Reptomin (sporadisch) getrocknete Garnelen (Hühnerfutter)
Schildkrötenpudding (selbstgemacht mit Rinderherz /
Tintenfisch / Scampis / Feldsalat etc.).
Stinte (gefrorene Kleinfische)
Rinderherz in feinen Streifen |
Tetra Gammarus/Rinderherz Schildkrötenpudding
Tetra-Reptomin (sporadisch)
Mückenlarven (gefroren - rote, schwarze und weiße im
Wechsel)
lebende Gammarus (einmal pro Woche aus sauberem Bach selbst
gefangen)
hauchzartes Rinderherz |
| Überwinterung |
im Kühlschrank ab Mitte Nov. bis
ca. Mitte April. Wasserstand 5 cm. Umgewöhnung nicht notwendig da sie sich im Teich
bereits vorbereiten.
Überwinterungstemperatur 5 - 6°C.
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im Kühlschrank ab Anfang Januar
bis Ende Februar. Wasserstand 3 cm. Zusatz von Eichenblättern als Versteck und
Haltemöglichkeit. Zur Vorbereitung wird nicht mehr gefüttert, nach drei Tagen Licht und
Heizung ausgeschaltet. Nach weiteren drei Tagen in den Kühlschrank. Die Ü-Temperatur
beträgt 5 - 6°C. |
| Krankheiten |
seit ca.
3 Jahren
werden bei E. orbicularis im süddeutschen Raum Coccidien-Infektionen
diagnostiziert. Die Symptome sind vielschichtig. Der Erreger ist durch Kotproben
nachweisbar. Die Krankheit ist derzeit nicht heilbar und endet meist tödlich. Sie ist
leicht von einem Tier auf das andere übertragbar. |
| zu beachten |
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Jungtiere bitte unbedingt
erst ab einem Mindestalter von drei Jahren in den Teich setzen, da es besonders bei
jüngeren Tieren von E. orbicularis häufig zu Todesfällen durch Fehlorientierung und
damit Ertrinken kommt. Auch ich habe dadurch 1998 ein zweijähriges Jungtier verloren. |
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